Santa Maria sopra minerva

Santa Maria sopra Minerva (lat.: Sanctae Mariae supra Minervam), vollständig Basilica di Santa Maria sopra Minerva, ist der einzig bedeutende Kirchenbau Roms aus der Zeit der Gotik und eine der Hauptkirchen des Dominikanerordens in Rom. Seit 1566 ist die Basilica minor eine Titelkirche der römisch-katholischen Kirche. Sie befindet sich an der Piazza della Minerva im Rione Pigna im historischen Zentrum Roms, dem Marsfeld südöstlich des Pantheon. Südlich grenzt die Straße Via di S. Caterina da Siena an, benannt nach der Heiligen Katharina von Siena, deren Grab sich unter dem Hauptaltar der Kirche befindet. Die Kirche wurde über den Ruinen der Saepta Julia und in der Nähe eines römischen Minerva-Tempels errichtet, daher der Name (ital. sopra/supra „über“). Unter Papst Nikolaus III. begann ca. 1280 die Entstehungsgeschichte des heutigen Kirchenbaus, der seine endgültige Fertigstellung 1453 unter Papst Benedikt XIII. erfuhr. Umbauten im Barock und im 19. Jahrhundert verleihen der Kirche ihr heutiges Aussehen. Sie ist Grabeskirche der Päpste Leo X., Clemens VII., Paul IV., Benedikt XIII. und Urban VII., zahlreicher Kardinäle sowie Künstler. Ferner ist Santa Maria sopra Minerva bekannt durch eine Vielzahl von Kunstwerken, unter anderen von Michelangelo, Filippino Lippi, Andrea Bregno und Gian Lorenzo Bernini. Die Kirche war Schauplatz von zwei Papstkonklaven und wichtiger Inquisitionsverfahren, so etwa die Prozesse gegen Galileo Galilei, Luigi Pasquali, Giordano Bruno, Miguel de Molinos und Giovanni Mollio. Die Kirche und das angrenzende Kloster diente dem Dominikanerorden lange Zeit als Generalkurie.

Den kleinsten Obelisken, der auf einem Elefanten thront, darf man nicht übersehen! Er steht auf dem Platz vor der Kirche und ist auf folgendem Weg hierher gekommen:

Anstelle der Kirche stand in der Antike ein Tempel für die ägyptische Göttin "Isis". Nach Kleopatras Ankunft in Rom hatte man ihn errichtet und für die stilechte Ausstattung Obelisken aus dem  ägyptischen Sais herbeigeschafft. Die Römer hatten sowieso eine große Schwäche für ägyptische Kultur. Der Elefant wurde erst später von Gianlorenzo Bernini erstellt, der ihn als tragendes und optisch vergrößerndes Element mit der Sockel Inschrift versah:

"es bedarf eines starken Geistes, um solide Weißheit zu tragen"

Das Werk wurde von Ercole Ferrata umgesetzt und im Jahre 1677 aufgestellt!