san Pietro in vincoli

(Sankt Peter in Ketten)

Eintritt: frei

Adresse: 
Via delle Sette Sale, 00184 Rom

Öffnungszeiten:

08:00–12:30
15:00–19:00

 

Namensgebend für die Kirche sind die Ketten (lateinisch/italienisch vincoli), die in einem Glasbehälter unter dem Altar aufbewahrt werden. Sie werden von den Pilgern als diejenigen verehrt, mit denen Petrus in Jerusalem bis zu seiner wunderbaren Befreiung gefesselt war (Apg 12,6.7 EU), und zugleich als diejenigen, die er im Mamertinischen Kerker in Rom trug. Die Binden, die Petrus wegen der von den Ketten herrührenden Verletzungen erhalten haben soll, soll er an der Stelle des Vorgängerbaues der heutigen Kirche Santi Nereo e Achilleo verloren haben.

Nach der legendarischen Überlieferung erhielt Kaiserin Aelia Eudocia bei einer Wallfahrt ins Heilige Land die Jerusalemer Ketten von Patriarch Juvenal und schenkte sie ihrer Tochter Licinia Eudoxia. Diese zeigte sie Papst Leo I., der sie mit den in Rom aufbewahrten mamertinischen Ketten verglich. Dabei fügten sich die beiden Ketten wundersam zusammen, und Eudoxia ließ für sie die Kirche errichten. Quelle: Wikipedia

Bekannt ist die Kirche vor allem durch Michelangelos Grabmal für Papst Julius II. mit den Statuen der Rachel, der Lea und des Mose.

Vorgesehen waren etwa 40 überlebensgroße Figuren. Den Sockel des Monuments sollten Allegorien der Künste und Wissenschaften sowie Sklaven als Symbole der unterworfenen Provinzen umgeben. Darüber waren ursprünglich vier Sitzfiguren um den Sarkophag vorgesehen.

1506 ließ Julius II. den Plan fallen, und Michelangelo verließ Rom. 1508 kehrte er zurück und begann mit den Deckenfresken der Sixtinischen Kapelle. Als 1513 Papst Julius II. starb, widmete sich Michelangelo erneut dem Grabmal. Es entstanden der Gefesselte Sklave und der Sterbende Sklave sowie der Mose. Die Mosesstatue gilt als eines der wichtigsten Werke Michelangelos. Sie zeigt Mose, der mit den Gesetztafeln vom Berg Sinai zurückkommt, in dem Moment, als er die Israeliten beim Tanz um das goldene Kalb findet. Die Hörner auf seinem Kopf gehen auf einen Übersetzungsfehler zurück: Im hebräischen Urtext, der keine Vokale kennt, steht das Wort „krn“. Als man später darangeht, den Text mit Vokalen zu versehen, setzt man zwei „e“ ein. Aus „krn“ wird „keren“ und das heißt „gehörnt“. Diese Fassung hält sich durch Jahrhunderte und wird so auch in die Vulgata übernommen, aus der Michelangelo sein Wissen bezieht. Durch Vergleich mit anderen Texten erkennt man viel später, dass richtig zwei „a“ ergänzt werden müssen. Das Wort heißt dann „karan“ und bedeutet „glänzend“, und die etwas rätselhafte Bibelstelle bekommt einen anderen, verständlichen Sinn.[5]

Quelle: Wikipedia